Jede Möglichkeit für Ingenieure, bei der Planung einer Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlage (HLK-Anlage) Energie zurückzugewinnen, kann sich sowohl bei den Anschaffungskosten als auch bei den gesamten Betriebskosten des Gebäudes erheblich auszahlen. Angesichts stetig steigender Energiekosten und der Tatsache, dass Studien zeigen, dass HLK-Anlagen durchschnittlich 39 % des Energieverbrauchs eines Gewerbegebäudes ausmachen (mehr als jede andere einzelne Energiequelle), birgt eine energieeffiziente HLK-Planung ein hohes Einsparpotenzial.
Die Frischluftbalance
Der ASHRAE-Standard 62.1-2004 legt Mindestlüftungsraten (Frischluftzufuhr) für eine akzeptable Raumluftqualität fest. Diese Raten variieren je nach Personendichte, Aktivitätsniveau, Geschossfläche und anderen Faktoren. Es besteht jedoch Einigkeit darüber, dass eine ausreichende Belüftung den größten Einfluss auf die Raumluftqualität und damit auf die Prävention des Sick-Building-Syndroms hat. Wird Frischluft in die HLK-Anlage eines Gebäudes eingeleitet, muss leider die gleiche Menge aufbereiteter Luft nach außen abgeführt werden, um das Systemgleichgewicht aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig muss die Zuluft entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Raumes erwärmt oder gekühlt und entfeuchtet werden, was die Gesamtenergieeffizienz des Systems beeinträchtigt.
Eine Lösung zur Energieeinsparung
Eine der effektivsten Methoden, den Energieaufwand für die Frischluftaufbereitung zu reduzieren, ist der Einsatz eines Energierückgewinnungsrads. Dieses Rad funktioniert durch den Energieaustausch zwischen Abluft (Innenraumluft) und Zuluft. Während die Luft beider Quellen das Rad durchströmt, nutzt es die warme Abluft, um die kühlere Zuluft vorzuwärmen (Winter) oder sie mit kühlerer Abluft vorzukühlen (Sommer). Es kann die Zuluft sogar nach der Kühlung erneut erwärmen, um eine zusätzliche Entfeuchtungsstufe zu erreichen. Dieser passive Prozess trägt dazu bei, die Zuluft so vorzukonditionieren, dass sie den gewünschten Anforderungen des Raumes besser entspricht und gleichzeitig erhebliche Energieeinsparungen ermöglicht. Die zwischen dem Energierückgewinnungsrad ausgetauschte Energiemenge und der Energiegehalt der beiden Luftströme werden als „Effektivität“ bezeichnet.
Der Einsatz von Energierückgewinnungsrädern zur Abluftnutzung kann Gebäudebesitzern erhebliche Einsparungen ermöglichen und gleichzeitig die Belastung der Klimaanlage deutlich reduzieren. Sie tragen dazu bei, den Verbrauch erneuerbarer Energien zu senken und können in manchen Regionen dazu beitragen, dass ein Gebäude als „grün“ eingestuft wird. Um mehr über Energierückgewinnungsräder und deren Einsatz in hocheffizienten Dachklimageräten zu erfahren, laden Sie sich Ihr kostenloses Exemplar des vollständigen Leitfadens zur Anwendung von VAV-Systemen (Variable Air Volume) für Dachklimageräte herunter.
